Vieler Menschen Weltgebaren
hast du demutsvoll getragen:
Frohes Hoffen, stolzes Schreiten,
zages Humpeln, wildes Jagen.
Zeit floss über dich dahin.
Deine grauen Schieferplatten
gaben Halt so manchem Schritte.
Selbst noch auf dem letzten Gange
trugst du Füße, welche bange
Zuflucht suchten. Mit den Jahren
brach der Stein. Aus deiner Mitte
wuchsen Pflanzen, die dich deckten.
In den Mauern hängen Schatten.
Seitdem lauscht du in die Stille.
Sterblich ist der Menschen Wille,
brüchig alle so bezweckten
Ziele. Träume, die sie hatten,
sind verklungen mit der Zeit.
Weglos sind die Eitelkeiten
und vergänglich ist ihr Sinn!
Dunkel raunt es aus dem schweren
Stein: Du kannst nicht endlos währen!
Doch dein Lachen und dein Weinen
weiß ich in mir zu vereinen
bis in alle Ewigkeit.