Hi, Daisy!
"Stoss" - deshalb, weil es so schön zweideutig ist... Einerseits das
Hervorstoßen des Gebetes aus tiefster (Männer-)Brust, andererseits...äh...das
Hinein..äh...stoßen in...äh...na, du weißt schon, der männliche Part eben, der Machotraum: "das Weib nehmen", sie sich unterwerfen...ach, ist mir das jetzt peinlich!
Man sollte es nicht glauben, aber es gibt nach wie vor viele Muslime, die würden jeder Frau, die sie unaufgefordert anspricht, sofort und mit aller Kraft ins Gesicht schlagen.
Von so herzigen "Traditionen" wie Frauenbeschneidung und Vernähen der Vagina ganz zu schweigen, wie sie in Afrika gebietsweise noch gang und gäbe sind!
Schlimm genug, dass in einem sich nach außen hin "modern" gebenden Staat wie Saudiarabien Frauen nicht einmal den Führerschein machen dürfen, ganz zu schweigen davon, sich unabhängig außerhalb der Familie und deren Kontrolle zu bewegen. Dass selbst glaubensfremde Touristinnen sich dort verschleiern müssen, setzt der Arroganz dieses Systems die Krone auf! Lasest du von jener Studentin, die dort vergewaltigt wurde? Als sie die Tat anzeigte, wollte man sie wegen "außerehelichen Verkehrs" oder "öffentlicher Unzucht" für zig Jahre einkerkern und auspeitschen! Erst der Aufschrei der Weltöffentlichkeit (und der so zu erwartende Schaden für Ruf und Wirtschaft) bewirkte eine Freilassung! Deutlicher kann sich die Perversion solch einer Kultur nicht verraten. Wenn Recht zu Unrecht wird, das Opfer zum Schuldigen, dann hat sich diese Lebensform überlebt und muss sich selbst zerstören!
Dass du aber nicht denkst, ich wäre nur hinter den islamischen Kulturschanden her - es gibt zig patriarchalische Kulturen von Steinzeitniveau bis Moderne, in denen solches Gedankengut ebenso weit verbreitet ist. Und wenn wir selbst zurückschauen, dann ist es noch gar nicht so lange her, dass Frauen auch bei uns so gut wie keine Recht und keine Stimme hatten! Sie - wie auch der Islam es tut - zum Ausgleich auf ein Podest zu heben und zu "holden Bildern der Anbetung" zu stilisieren, verrät nur das schlechte Gewissen jener, die sich auf derlei Traditionen nur allzu gern berufen, weil sie zu feige oder geistig zu unbeweglich sind, sich einem neuen Weltbild zu stellen.
Solche Mechanismen der Unterdrückung zur Langzeitabsicherung dem aktuellen Gott in den Mund zu legen, sie also quasi in die Religion einzubauen, war ein probates Mittel, die Zweifler und Mahner mundtot zu machen: Wer an Gottes Gebot rüttelte, war vogelfrei. Nicht dass es viele Männer gegeben hätte, die derlei gewagt hätten - und die Frauen hatten ja ohnehin keine Stimme unter den erhobenen Fäusten ihrer Herren!
Der absolute Gipfel sind Kulturen, in denen die Frau als absolut wertlos erachtet wird, unerwüscht schon als Kind wegen der zu stellenden Aussteuer im späteren Heiratsfall. In China herrscht mittlerweile eklatanter Frauenmangel, weil in den letzten Jahrzehnten - auch wegen der Einkindpolitik - unzählige neugeborene Mädchen nach der Geburt heimlich getötet wurden, weil sie als Makel oder Schande galten und nur Söhne den Familien Gesicht verliehen! Schließlich hat ja nur ein Mann "etwas zu sagen"...
Ja, es gibt viele gute Gründe, so ein Gedicht zu schreiben, wie es so oder so ähnlich in fast jedem "heiligen Buch" der Weltgeschichte stehen könnte. Wusstest du, dass es in einer dieser Weltreligionen tatsächlich ein Gebet gibt, in dem man Gott ausdrücklich dafür dankt, nicht als Frau auf die Welt gekommen zu sein? Mehr ist dazu wohl nicht mehr zu sagen...
Ich wollte es eher so wirken lassen, als wäre es dem Verfasser todernst mit dem Inhalt - der Text sollte sich und die Gedankenwelt seiner "Beter" quasi selbst verraten. Ein wenig hinterfotzig, und ich gehe das Risiko ein, dass sich ein oberflächlich Lesender oder ein geistig Abgelenkter vielleicht tatsächlich über mich beschweren, weil ich hier solch offensichtlich "frauenfeindliche" Gedichte poste! Aber damit kann ich leben...
LG, eKy