die Lyrik-Wiese
Blumenwiesen => Ach Natur Vergissmeinnicht => Thema gestartet von: gummibaum am April 30, 2023, 13:31:23
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Etwas geht durch grüne Fluren
unter einem weiten Blau,
küsst das Blühen, lähmt Lemuren,
löst die Pendel aus den Uhren
und macht Takte ungenau.
Etwas furcht mit seinen Spuren
auch mein Zeittaktseelengrau.
Plötzlich fliehen die Lemuren,
bricht ein Grün aus brachen Fluren,
streckt mein Blühen sich ins Blau …
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Hey gum!
Obwohl Deine Zeilen thematisch und formal gänzlich anders (und wunderschön!) gefasst sind, spüre ich den Hauch eines Echos (bewusst? unbewusst?) meiner Sarabande - einfach aufgrund des Stichworts "Lemuren".
In Deinen (wie gesagt, aber gerne nochmal betont) ganz anders aufgestellten Versen zeigt sich eine wirklich herzerquickende Frühlingshoffnungshaftigkeit, um mal einen etwas gewagten Neologismus zu bemühen.
Ich mag es sehr! :)
LG!
S.
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Lieber Sufnus,
danke für deinen Kommentar. Ich wunderte mich beim Schreiben des Gedichts auch, dass ich das Wort "Lemur" einbaute. Ja, es kann durch die Lektüre deiner "Sarabande" bei mir aktiviert worden sein. Ich habe es nämlich schon lange nicht mehr benutzt (2014 und 2016 je einmal in Gedichten, die in diesem Forum stehen). Andererseits hatte ich am Vortag (29. April 23) schon ähnliche klingende Wörter (Spuren-Gravuren) im Gedicht "Irrgarten" benutzt.
Liebe Grüße von
gummibaum
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Hi Gum!
Bei 'Lemuren' muss ich immer an die niedlichen Äffchen denken, da fällt es schwer, etwas Negatives wie Schattengeister von Verstorbenen darin zu sehen ... ::) ;)
Abgesehen von dieser zerebralen Fehlschaltung, die einzig in meiner Verantwortung liegt, ein wunderschönes, tiefgründiges Werk, das seltsam gelöst, beinahe in heiterem Duktus daherkommt und einen sozusagen von links überrascht.
Allergernst gelesen! :)
LG, eKy
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Vielen Dank, lieber Erich.
Ja, die kleinen Affen gefallen mir auch besser.
LG g