die Lyrik-Wiese
Blumenwiesen => Im Gras wispert Hoffnung => Thema gestartet von: gummibaum am August 30, 2020, 14:17:24
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Lass ruhen das Alte, du wirst es nicht richten
und öffne dem Morgen beizeiten die Tür.
Was Nacht in dir machte, verzagt vor den lichten
Momenten der Frühe, komm, pflücke sie dir.
Und kehren sie wieder, die brüchigen Schatten,
und fallen den Tag an, den du dir erbaust,
so lass sie am Schutzschild der Einsicht ermatten,
dass sie vor der eigenen Hässlichkeit graust…
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Hi Gum!
S2Z4 - Entweder "dass sie sich .... grausen", "dass es sie (oder "sie es") ... graust" oder "dass ihnen ... graust".
Deine Zeile ist, wie ich glaube, unvollständig. Zumindest wirkt sie so auf mich.
Alternative: "dass ihnen vor eigener Hässlichkeit graust."
Abgesehen davon ein sehr schönes, sprachharmonisch gleitendes Gedicht, das sich einer optimistischen Zukunft verspricht, und dass sie zu ergreifen nur Einstellungssache ist.
Sehr gern gelesen und bewundert! :)
LG, eKy
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Danke, lieber Erich,
der Duden schreibt: "mir oder mich grauste". Also müsste ich "ihnen" oder "sie" sagen dürfen.
LG g
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ja, man sollte seine Spuren hinter sich lassen und sie dennoch nicht aus den Augen verlieren, lieber Gum. LG von Agneta
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Das ist richtig, liebe Agneta.
Gruß gummibaum
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Lieber gummibaum,
ein sehr schönes Gedicht zur Philosophie "des halb vollen Glases". Gefällt mir sehr gut, aber ich denke, so ganz kann man sich von dem Alten ( = Vergangenen) nicht einfach abwenden, wenn es z.B. radikale Gruppierungen geschichtsvergessen auf ihre Fahnen schreiben und gerne zu unserer Zukunft machen würden.
Herzliche Grüße, AlteLyrikerin.