die Lyrik-Wiese
Blumenwiesen => Verbrannte Erde => Thema gestartet von: gummibaum am August 24, 2019, 09:11:50
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Der Schlaf hat mich schon früh verlassen.
Er schlich sich aus der Tür des Traums,
und in der Dunkelheit des Raums
fühl ich, wie mich Gedanken fassen
und lange durch ihr Mahlwerk drehen.
Es dauert, bis der Morgen reift.
Doch als sein Licht mich zärtlich streift,
muss, was mir Angst macht, schließlich gehen…
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Hi Gum!
Schön geschrieben, nur die letzte Zeile hat nur drei Heber - Absicht? Für mein Ohr jedenfalls ein unangenehmes Ungleichgewicht.
Das Bild, dass mich Gedanken durch die Zeit DREHEN, funzt bei mir nur bedingt. Da wäre mir ein schlichtes "tragen" lieber gewesen. Klingt aber auf jeden Fall interessant - ao als wäre dein Geist eine Schraube, und die Zeit ein Brett ... ;)
Alternative mit "tragen":
und durch die Zeit, die schlendert, tragen.
Sie dehnt sich, bis der Morgen reift.
Wenn sein Licht mich zärtlich streift,
muss mein Fürchten Neues wagen …
Sehr gern gelesen! :)
LG, eKy
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Danke, lieber Erich. Ich habe die beiden Stellen geändert.
LG g
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Hi Gum!
Gut gelöst, nur die "geändert"-Zeile (kursiv) würde ich nach unten verbannen.
LG, eKy
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Danke, Erich.
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Lieber gum!
Ein wirklich sehr schönes Nachtstück mit optimistischer Erhellung am Morgen danach! Das Bild, dass das LI von seinen eigenen Gedanken durch die Mühle gedreht wird, ist richtig stark! Und irgendwie kennt das doch jeder - aber es ist hier in ganz neue Worte gefasst. Schön! :)
Mir würd vielleicht noch "Das dauert, bis der Morgen reift" gut gefallen, dann fällt der recht weit zurückreichende Bezug von "sie" auf die Dunkelheit weg, was es für mich noch ein bisschen leichter verständlich macht... aber das ist wie immer Geschmackssache. :)
LG!
S.
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Danke, lieber Sufnus. Das wollte ich eigentlich geschrieben haben.
LG g