die Lyrik-Wiese
Blumenwiesen => Drum Ehrlichkeit und Edelweiß => Thema gestartet von: Erich Kykal am Juli 09, 2018, 11:32:42
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Wenn in den Wüsten deines Dauerns strandet,
was einstmals Ozeane dir beschwor
und lichte Wälder voller Blütenflor -
wenn Fantasie in Wirklichkeit versandet,
was bleibt dir noch, vom Täglichen entmündigt,
das dir das Leben aus den Augen treibt,
bis nur ein kümmerlicher Rest verbleibt,
der sich am eigenen Verstand versündigt?
Verliere nie die köstlichen Gefilde,
die du betreten magst, wenn alles scheitert,
und manches Wagnis dir zuviel erscheint.
Was sind wir ohne unsrer Träume Milde
als nur ein Wille, der sich grob erweitert
und eine Hoffnung, die im Dunkel weint?
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Lieber Erich,
gestehe, daß Du dieses wundervolle Sonett für mich geschrieben hast!
Es hat mich tränenblind gemacht.
Ich brauche nicht zu betonen, daß Du im Forum die Riege der Begabten anführst.
Ohne, daß sich andre Wiesendichter zurückgesetzt fühlen müssen! :-*
Immer
Deine Cypi
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Hi Cypi!
Dass dieses Gedicht so gut auf dich zu passen scheint, ist mir fast peinlich, denn gern wünschte ich dir ein besseres Geschick als das von obigen Zeilen avisierte!
Indes, beim Schreiben dachte ich nicht an dich, sondern ging von Eigenschau und philosophischen Gedanken aus.
Vielen Dank auch für die Tränen - es schmeichelt mir ungemein, bei anderen geschafft zu haben, was einzig Rilke bei mir schaffte: Dass ein Gedicht mich zum Weinen bringt!
LG, eKy