die Lyrik-Wiese
Blumenwiesen => Im Gras wispert Hoffnung => Thema gestartet von: a.c.larin am Februar 25, 2012, 07:12:48
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Kann es denn sein, dass sie schon singen,
des morgens, eh der Tag anbricht -
als wüssten sie von guten Dingen,
noch vor dem ersten Sonnenlicht?
Kann es denn sein, dass sie schon spüren,
was sich auf leisen Schritten naht?
Was mag zur Freude sie verführen?
Als hätten sie geheimen Draht
ins Morgen: Lasst uns Zukunft feiern,
vergessen alle trübe Angst!
Den neuen Mut, die Kraft beteuern:
Sei still, mein dummes Herz! Du bangst
doch nur um deine alten Pfründe,
von denen du nicht lassen magst!
Doch Trägheit wär die größte Sünde:
Sieh zu, dass du zu fliegen wagst!
Die Zukunft hat bereits begonnen.
Begrüße sie mit frohem Klang!
Ist Altes auch wie Traum zerronnen:
Nun schenkt es dir den Neuanfang.
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Liebe larin,
Deine Gedichte sind Funkelsteine auf der Wiese,
wahre Schätze.
Hier drängt es mich hinaus in den Amselsang, in die Sonne, ins Licht.
Schön!
Lieben Gruß
von
cyparis
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liebe cyparis,
vielen dank für deine lobenden worte!
ich möchte dir die geschichte dahinter nicht vorenthalten: vor ein paar tagen wurde ich zeitig in der früh wach, wusste aber selber nicht, warum.
es bestand keinerlei notwendigkeit, schon aufzustehen, dennoch trieb es mich aus dem bett.
ich trat auf die terrasse hinaus und hörte in der dunkelheit einen vogel singen, doch es war keine mir bekannte stimme - weder amsel noch meise, noch kuckuck, noch fink oder nachtigall...
er sang in den noch nicht begonnenen morgen hinein! wunderschön. ich hörte ihm zu und hatte plötzlich das gefühl, ich wäre wohl nur deshalb wach geworden, um genau dies zu tun. diese botschaft galt mir!
so denkt man dann nach und erkennt, was richtiger getan werden sollte in eigenen leben.
nun wollen wir hoffen, dass das verstandene auch das gelebte wird!
frühlingsfrohe grüße,
larin
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Ich wünsche Dir bei allen Dingen
gutes Gelingen!
Liebe Grüße
von
cyparis
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Auch ich hab sie längst singen hören,
am frühen Morgen, fast noch Nacht.
Das quietschvergnügte kann nicht stören
Gezwitscher bis der Tag erwacht.
Lass uns sinnieren. Einzustimmen
auf frohe Zukunftsmelodie
lässt eine Sprosse höher klimmen.
Vergangenheit? Leck mich am Knie!
Ich stimme ein, ich stimme zu,
der Abendstern verlässt die Nacht.
Er kommt, was sagst du jetzt dazu,
als Morgenstern in neuer Pracht.
Gern gelesen und beigepflichtet,
Alive
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hi volker,
Vergangenheit? Leck mich am Knie!
ich hätts nicht schöner sagen können! was für ein zuckersüßes antwortgedicht! :D
liebe cyparis,
dann sag ich mal artig "danke"!
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Schau ich so frühe vom Balkone,
so singt mein Nachbar "Vogel" toll.
Ne Krähe kräht dann, wie zum Hohne.
Der Soffkopp is schon wieder voll.
Drum geh ich lieber schnell ins Bette.
Es wird ja Frühling, jede Wette.
Hat mir jefallen! Jünta.
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lieber günter,
da sieht mans wieder:
man kann in der wahl seiner nachbarn einfach nicht vorsichtig genug sein! ;D
lg, larin
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Deshalb musste ja nicht gleich in Wien wohnen!
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vielleicht doch?
ick muss mir doch vor dir in acht nehmen! ;) :D
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Hi larin!
Schönes Gedicht, das als zu beherzigende Lebensmaxime für Optimisten und solche, die es werden wollen, so für sich allein stehen darf.
Angesichts der Allgemeinlage heutiger Gesellschaften 10 Jahre später allerdings, zerrüttet von Corona und dessen Leugnern, Impfgegnern, Staatsverächtern und Querstänkern, Demokratiefeinden und Fremdenfeinden, erscheinen dem alten Zyniker, die ich bin, solche plakativ fröhlichkeitsorientierten Einsichten beinahe eher süß-naiv.
Aber braucht die Welt genau das nicht genau jetzt umso mehr? Doch wer vermag noch unbeschädigt daran zu glauben?
Gern ausgegraben! :)
LG, eKy
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Ich vermag es, lieber Erich. Mich tangiert die neuere Entwicklung wenig. Ich lebe in der Natur. Danke fürs Ausgraben.
Ein wunderbares Gedicht, liebe larin, das den Frühling näher rückt.
Ich habe gerade die in meinem Winterquartier gereiften Zitronen bewundert und fotographiert. Das helle, kühle Treppenhaus wurde zu einer Art Orangerie, und ich zwitschere darin sogar im Winter.
Euch danke und liebe Grüße von gummibaum